Warum schreibe ich?
Weil Worte manchmal die einzigen Türen sind, die aufgehen, wenn alles andere verschlossen scheint.
Weil mein Leben ein unaufhörliches Wandern ist: Durch Schatten, durch Licht, durch Räume, die keine Namen haben. Weil ich spüre, dass es nicht reicht, zu funktionieren, zu gefallen, zu schweigen.
Es reicht nicht, den Schleier der Welt zu akzeptieren, dier vorgibt, alles sei geordnet, sichtbar, verständlich.
Ich schreibe, um zu atmen, um zu fühlen, um die Welt aufzureißen wie ein Fenster in den Sturm.
Ich bin die Suchende, die Wandernde, die Einsame. Geboren in Fülle und Armut zugleich, getragen von Verantwortung, geformt vom Schmerz, getränkt in Freude, die sich nur flüchtig zeigt, wie Licht auf brüchigem Wasser.
Jeder Atemzug ein Tropfen, jeder Schmerz ein Schrei, jeder Funke ein Spiegel. Ich habe gelernt: Nicht das, was geschieht, formt uns, sondern das, was wir wagen, daraus zu machen.
Ich kam in ein fremdes Land ohne Worte, ohne Karte, ohne Schutz. Vielleicht bereit, mich zu verlieren. Vielleicht auch bereit, mich zu finden: Schülerin, Studentin, Liebhaberin, Freundin, Mutter, Partnerin, Frau, Suchende — Rollen wie Masken, die ich ablegte und wieder aufsetzte, um zu überleben, um zu lernen, um zu leben.
Und dann begannen die Schleier zu fallen: Das Funktionieren, das Nicht-Fragen, das Stillhalten.
Die Welt, so schien mir, ist voll von Dingen, die wir nicht benennen, nicht hinterfragen, nicht fühlen wollen und doch drängen sie in uns hinein, wie Wasser, das durch jede Ritze kriecht.
Mein Warum ist kein Ziel. Es ist das Zittern in meinen Händen, das Blut in meinen Adern, die Angst, die mich zusammenzieht, der Flüsterton, der mich heimlich führt. Es ist die ungestillte Suche, das Durchbrechen, das Aufbegehren gegen die Welt, wie sie uns zeigt, wer wir zu sein haben.
Die Domino-Steine meines Lebens fallen unaufhörlich, bilden Muster, die niemand sieht, die nur ich spüre, und die weiterfallen, solange ich atme. Meine Praxis, mein Atem, mein Herz: Yoga, Reiki, jenseitige Begegnungen, Worte, die nicht fanden, was ich fühlte : Alles formt mich, alles prüft mich, alles öffnet mich für eine Welt, die wir nicht leiten, die wir kaum benennen können.
Die Prüfungen sind endlos, und doch ist genau hier, in dieser unvollkommenen, wilden, flüchtigen Gegenwart, mein Sein. Ich stehe mitten in der Prüfung. Nicht weil ich sie meistere. Sondern weil ich mich ihr stelle, atme, wandle, spüre.
Hier gibt es keine Schubladen. Keine Form, die mich einrahmt, keine Zitatschablonen, keine Weisheit, die mir aufgezwungen wird. Die Worte dieses Blogs sind mein Blut, mein Zittern, meine Angst, mein Lachen, mein Schrei, mein Flüstern, meine Verzweiflung. Wild. Roh. Ungezähmt. Auch voller Zweifel.
Vielleicht treffen sie Dich wie Blitzlicht auf nassem Asphalt. Vielleicht lassen sie Dich taumeln, erzittern, verschieben, bewegen. Vielleicht berühren sie Dich mitten ins Herz und Du erkennst, dass es nicht die Worte sind, sondern das Leben dahinter.
Ich lade Dich ein. Tauche ein. In die WAHRZEIT. Sei mit mir, sei mit Dir, sei bereit, zu fühlen, zu staunen, zu fragen. Kommentiere, schweige, erlebe. Ob hier auf diesen Seiten, in einer Yogastunde, in einer Reiki-Sitzung, oder einfach in der Resonanz Deiner eigenen Wahrheit: Alles ist möglich, alles echt.
Denn die Trennung existiert nicht. Es gibt nur WAHRZEIT. Und jeder, der den Mut hat einzutauchen, findet darin nicht mich, sondern sich selbst.
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Kommentare
Wunderschön geschrieben, liebe Maria. Danke für deine Worte, Danke für deine Arbeit, Danke für dein Sein !
Liebe Maria, ich finde es grossartig, das Du Dich für diesen Bloh hier entschieden hast und mit uns teilst, was Dich bewegt. Immer und immer wieder finde ich Themen und Dinge, die mich fühlen lassen: Ja; genau so ist es, wie Maria schreibt! So denke und empfinde ich auch! Und dann ist da dieses Gefühl von „Verstanden werden“; dies ist einzigartig , das zu erleben… Ich bin nicht allein! Ich liebe Deine Beiträge , die Poesie in sich tragen und soviel Empathie! Danke, liebe Maria